Ich traf Marta bei einem Meeting in Zürich. Ihre Geschichte die sie erzählte muss alle tief bewegt haben, denn alle hörten ihr zu und konnten ihre Tränen kaum zurückhalten.
In einem Moment fiel die Trauer auf ihre Familie, obwohl es richtiger wäre zu sagen, dass zuerst die ganze Ukraine von der Trauer getroffen wurde! 24. Februar - das Wort Krieg war in aller Munde, niemand wusste wie es weitergehen sollte. Dann die Entscheidung zu gehen um Ihr Leben zu retten. Die zerstörte Stadt - die Stadt die jetzt jeder kennt. Und wenn auf die Frage „Woher kommst du?“ geantwortet wird „Ich komme aus Bucha…“
Man möchte diese Menschen einfach nur festhalten und für lange Zeit nicht loslassen. Marta stammt ebenfalls aus Bucha.
Wenn es also so aussieht, als könne es nicht mehr schlimmer kommen, dann kommt die Nachricht, die alles noch mehr kaputt macht - der Boden bricht unter einem weg… nein, das kann nicht sein…
Martas Neffe Albert, mit dem sie ihre ganze Kindheit und Jugend verbracht hat, der ihr sehr nahe stand, starb im Krieg. Sein Leben wurde ausgelöscht bevor es richtig begonnen hat. So vieles blieb ungesagt, so viel wollten sie gemeinsam tun, aber es wird nicht mehr geschehen… Für Marta und ihre Familie ist dieser Verlust unbeschreiblich schwer. Wie viele Familien und Schicksale hat dieser Krieg mit sich gebracht und wie viele werden noch kommen?
Die Idee zu dieser Fotostory stammt von Marta selbst - sie hat Christini Danko Zeichnungen gesehen und wollte etwas Ähnliches machen.
Albert ist nicht mehr unter uns, aber sie sehnte sich danach, ihn an ihrer Seite zu spüren, auch wenn es nicht real war. Doch die Erinnerung konnte nicht ausgelöscht werden und er würde für die Ewigkeit in ihrer Erinnerung bleiben - so wie sie ihn in Erinnerung hatte.
Helden sterben nicht, sie bleiben für immer in unserer Erinnerung und wir sind ihnen dankbar für unser Leben!
Ruhm für die Verteidiger der Ukraine!
Ruhm für die Helden!
8 Dezember, 2022
💙💛